Erweiterung des Flughafens eine Erfolgsgeschichte

Zum Jahrestag der Inbetriebnahme der Nord-West-Landebahn erklärte der Vorsitzende der Bürgeraktion PRO Flughafen Klaus-Peter Willsch, MdB:

„Die 1998 von dem damaligen Lufthansa-Chef Jürgen Weber angestoßene Erweiterung des Flughafens war und ist weiterhin notwendig und eine Erfolgsgeschichte. Die großen Anstrengungen mit Mediation und Regionalem Dialogforum haben sich gelohnt. Schon 2019, im Jahr vor der Pandemie, wurde deutlich, wie notwendig die Entscheidung für die Flughafenerweiterung war.  Man kann Fraport, den Hessischen Landesregierungen, den Mediatoren und den an der Entscheidung beteiligten Institutionen und Personen nur gratulieren.“

„Die Bürgeraktion PRO Flughafen ist überzeugt, dass auch aus heutiger Sicht die Entscheidung richtig war, weil die Welt international vernetzt ist. Einige Regionen mehr, andere Regionen weniger. Wenn man die Entwicklung der Menschheit betrachtet vom steinzeitlichen Familienverband bis heute, so sieht man, wie die Menschen sich immer mehr den Raum erschlossen haben durch Reisen, Handel und Kommunikation. Dabei haben neue Technologien für Transport und Kommunikation immer dazu geführt, dass Austausch und Vernetzung intensiver wurden. Und weil diese Entwicklung den Wohlstand der beteiligten Völker gemehrt hat, wird sie weiter gehen.“

„Viele Befürchtungen, die mit dem Bau der Landebahn verbunden waren, wurden von der Realität widerlegt. Die Region ist weder verslumt noch unbewohnbar geworden. So hat das von der Umwelthaus GmbH in Auftrag gegebene Sozialmonitoring nicht das von den Gegnern der Erweiterung an die Wand gemalte Schreckgespenst einer Verslumung der flughafennahen Region finden können. Im Gegenteil: Sie stellten fest, wie wichtig der Flughafen für die Arbeitsplätze in der Region ist. Und wer sich mit offenen Augen in der Region umschaut, der sieht, dass unter An- und Abflugrouten hochwertige und hochpreisige Wohngebiete entstanden sind wie am Mainzer Winterhafen und am ehemaligen Offenbacher Hafen.“

Zur immer wieder auftauchenden Diskussion über eine Kerosinsteuer erklärte Willsch:

„Für den Vorschlag der EU, eine Kerosinsteuer für den innereuropäischen Luftverkehr einzuführen gibt es keinen sachlichen Grund. Die CO2-Emissionen im innereuropäischen und innerdeutschen Luftverkehr unterliegen dem Europäischen Emissionshandelssystem, und der Luftverkehr mit Drittstaaten unterliegt dem internationalen Klimaschutzinstrument CORSIA. In beiden Systemen zahlen die Fluggesellschaften für von ihnen verursachte CO2-Emissionen. Zudem gelten in Deutschland sowie in einer Reihe von anderen EU-Mitgliedstaaten nationale Luftverkehrssteuern, die ebenfalls zur CO2-Bepreisung beitragen. In Deutschland wie in anderen Mitgliedstaaten auch wurden diese Ticketsteuern bewusst als Alternative zu einer Kerosinbesteuerung eingeführt. Die Luftverkehrsteuer in Deutschland wurde im April 2020 deutlich erhöht und ist nun die höchste Ticketsteuer in der gesamten EU. Generell sind nationale oder EU-Alleingänge im seinem Charakter nach internationalen Luftverkehrsmarkt Unfug, des sie den Luftverkehr nur umverteilen und die Standortbedingungen bei uns verschlechtern gegenüber internationaler Konkurrenz.“

 

Ein fairer Wettbewerb für Hessens Flughafen

Die Dekarbonisierung des Flugverkehrs ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Das Land Hessen sollte sich dabei aber in Berlin und Brüssel dafür einsetzen, dass die dabei eingesetzten Instrumente nicht zu einer Benachteiligung von Frankfurt und der anderen Drehkreuze in der EU führen.

 

Der Flughafen Frankfurt, als internationale Drehscheibe mit großer Konnektivität ist nicht nur für die Wirtschaft der Region und in Hessen wichtig. Auch Kultur und Wissenschaft sind international. Und nicht zuletzt die zahlreichen Mitarbeiter aus aller Welt, die in den Unternehmen, in Kultur und Wissenschaft zum Erfolg unseres Bundeslandes Hessen beitragen, brauchen den Flughafen auch um mit ihrer ursprünglichen Heimat, ihren Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben.

 

Die hessische Politik muss sich dafür einsetzen, dass das Fit-for-55 Programm der EU nicht Flughäfen wie Frankfurt benachteiligt. Die geplante Verteuerung von Kerosin und die Pflicht zur Beimischung von klimaneutralem Treibstoff, wenn die Maschinen in der EU starten, wird vor allem der interkontinentale Fug mit Umstieg außerhalb der EU spürbar günstiger als der Direktflug. Die EU-nahen Drehkreuze wie Zürich, London und Istanbul, aber auch Doha und Dubai könnten davon profitieren - zu Lasten der EU-Drehkreuze. Auch beim Transatlantikverkehr, Flügen zwischen den USA und Asien, wäre es günstiger, außerhalb der EU umzusteigen und so die Zusatzkosten zu vermeiden. Und der CO2-Ausstoss wird wegen der Umwege eher größer als kleiner.

 

Die Leidtragenden wären zu erst die Airlines und die Flughäfen in der EU sowie deren Beschäftigten; aber auch alle, die von der EU aus oder in die EU fliegen wollen. Denn weniger Passagieren heißt auch, viele der heut angebotenen Flüge fallen weg, da sie nicht mehr rentabel sind.

 

Dr. h. c. Jörg-Uwe Hahn MdL, FDP, Stv. Ministerpräsident a. d., Schatzmeister der Bürger-

 aktion PRO Flughafen  (Foto: FDP-Fraktion im Hessischen Landtag

 

 

Vortragsveranstaltung

Wohin entwickelt sich die Luftfahrt?

Einladung
Einladung Vortragsveranstaltung 24.10.20[...]
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„Luftverkehr in Deutschland: Fluch oder Segen?“

 

24. November 2016, 19.00 Uhr

„Unter diesem provokativen Titel hat Mathias Jakobi für die Gäste des 2016er Forums der Bürgeraktion PRO Flughafen den Luftverkehr einem objektiven Reality-Check unterzogen und ihnen zu den Perspektiven des internationalen Luftverkehrs und des Flughafens Frankfurt den Horizont wahrlich erweitert“, resümierte Christel Karesch, die Vorsitzende von PRO FRA, nach dem interessanten Vortrag des kenntnisreichen Experten und einer intensiven Diskussion die gut besuchte Veranstaltung im Fraport Forum.

 

Der Area Manager Central Europe der International Air Transportation Association (IATA) führte die Zuhörer mit seinem Vortrag mitten in das Spannungsfeld, in dem sich der Luftverkehr als wichtiges weltweites Bindeglied zwischen Menschen, Unternehmen und Märkten tagtäglich bewegt.

So gab es im Jahr 2015 weltweit 3,5 Mrd. Flugreisende, 55 Mio. Tonnen Fracht und 2,5 Mio. Arbeitsplätze im Luftverkehr. Von Deutschland konnte man mit 350 Verbindungen direkt in über 100 Länder fliegen. 40 Prozent der nach Deutschland Reisenden kamen mit dem Flugzeug, bundesweit sind 1 Mio. Jobs mit dem Luftverkehr direkt und indirekt verbunden. Die Branche trägt hierzulande mit 50 Mrd. Euro gut zwei Prozent zum BIP bei.

Für Handel und Produktion werden gut ein Prozent der Waren per Luftfacht von und nach Deutschland transportiert. Das klingt wenig, ist es aber nicht, denn es entspricht einem Anteil von rund einem Drittel des Warenwerts aller transpor-tierten Güter. Luftfracht ist keine Massentransportmittel, sie ist wertvollen, sensiblen, seltenen und eiligen Waren vorbehalten.

Jakobi beleuchtete darüber hinaus die Bereiche Wirtschaftlichkeit, Wachstums-perspektiven, Umweltverträglichkeit, Flugsicherung, Effizienzsteigerung, Neue Technologien und Klimaschutz.

Er erläuterte abschließend die Climate Resolution der Luftverkehrs-Unternehmen und -Organisationen, die weltweit erste selbstverpflichtende Charta einer gesamten Wirtschaftsbranche, die Ihre ambitionierten Ziele für die Jahre 2010, 2020 und 2050 beim Aviation Environment Summit 2008 formuliert, beschlossen und in ersten Schritten bereits erfüllt hat.

Zentrale Herausforderungen für die langfristige Zielerreichung sind laut Jakobi die Weiterentwicklung und die Verfügbarkeit von alternativen Kraftstoffen zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen sowie die Harmonisierung des Europäischen Luftraums zu einem Single European Sky.

Auf der Webseite der IATA findet sich ergänzend dazu auch der Bericht „Economic Benefits of European Airspace Modernization“ der Forschungsgruppe SEO Amsterdam Economics Research vom Februar 2016 über die wirtschaftlichen Vorteile einer Modernisierung des Europäischen Luftraums für Wirtschaft, Passagiere und Umwelt.

 

Mehr dazu auf der Webseite der IATA: http://www.iata.org/policy/promoting-aviation/Pages/european-airspace-study.aspx

Hände weg vom Planfeststellungsbeschluss

 

27. September 2016, 14:03 Uhr

Die Vorsitzende der Bürgeraktion PRO Flughafen e.V., Christel Karesch, ist nach der Vorstellung einer neuen Lärmobergrenze durch Herrn Staatsminister Al-Wazir überzeugt, dass eine weitere staatliche Reglementierung nicht nur überflüssig, sondern für die heimische Wirtschaft extrem schädlich ist. Kein Wirtschaftsbereich ist heute schon so stark reglementiert wie die Luftfahrtbranche in Deutschland und ganz besonders in Hessen. Auf der anderen Seite gibt es keinen anderen Bereich, der in Sachen Umwelt- und Lärmschutz so große Erfolge vorzuweisen hat wie die Luftfahrtbranche. Dieser erfolgreiche Weg der Kooperation zwischen Regierung und Luftverkehrswirtschaft auf freiwilliger Basis soll auch weiterhin zusammen gegangen werden.

Die Umlandbewohner wissen schon heute die Bemühungen um mehr aktiven und passiven Lärmschutz zu schätzen. Wie die neueste Bürgerbefragung des Statistikamtes der Stadt Frankfurt belegt, sind „Fluglärm“ und „Flughafenausbau“ mittlerweile untergeordnete Themen. 
Die Erfolge beim aktiven Lärmschutz sind weltweit vorbildlich. Seit Montag dieser Woche wird am Frankfurter Flughafen eine neue Software erprobt, die den Landeanflug wesentlich leiser macht. Dieses neue Assistenzsystem, LNAS, wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt und gilt als Meilenstein bei der Vermeidung von Fluglärm und Einsparung von Kerosin.
Umfragen im Flughafenumland zeigen, dass eine signifikante Mehrheit der Anwohner weiß, dass der Flughafen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region und für die Exportnation Deutschland ist.

Fachliche Einschätzung der Lärmwirkungsstudie NORAH

 

26. September 2016, 13:44 Uhr

Umweltbundesamt, April 2016

Auszug aus Lebensqualität und Belästigung:

Die Zunahme des Anteils subjektiv hoch belästigter Personen bei gleichbleibendem äquivalentem Dauerschallpegel LAeq,06-22h bestätigt einen Trend weiterer Studien der letzten beiden Jahrzehnte. Die NORAH-Studie unterstützt somit die Annahme, dass Menschen heute bei gleichen energieäquivalenten Dauerschallpegeln belästigter sind als noch vor zehn oder 15 Jahren.

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